Die Messe erzeugt eigenen Strom
Die Messe Friedrichshafen erzeugt mit ihrer neuen Photovoltaikanlage (PV-Anlage) grünen Strom. Dafür hat sie fast 7,5 Millionen Euro investiert.

Foto: Messe Friedrichshafen
Friedrichshafen (kl) - Die Messe Friedrichshafen hat eines der größten Photovoltaik-Dachprojekte der Bodenseeregion offiziell in Betrieb genommen. Auf den Dächern von zehn Messehallen ist in den vergangenen Monaten eine PV-Anlage mit einer Gesamtleistung von 5,5 Megawatt Peak entstanden. Künftig erzeugt die Messe einen Großteil ihres Strombedarfs selbst und speist überschüssige Energie als grünen Strom in das regionale Netz ein.
„Das Projekt ist ein zentraler Baustein unserer Nachhaltigkeitsstrategie und unterstützt zugleich die Klimaziele der Stadt Friedrichshafen mit einer CO₂-Einsparung von jährlich rund 2.735 Tonnen“, sagt Klaus Wellmann, Geschäftsführer der Messe Friedrichshafen.
Die neue Photovoltaikanlage erstreckt sich über eine Fläche von rund 25.000 Quadratmetern, umfasst etwa 12.400 Module und erreicht eine Gesamtleistung von 5,5 Megawatt Peak. Zusätzlich wurde eine Batteriekapazität von 2,2 Megawatt Peak installiert.
Auch die Stadt Friedrichshafen, die zu 50 Prozent an der Messe beteiligt ist, würdigt das Projekt als wichtigen Impuls für die Region. „Diese Anlage ist bewusst erheblich größer dimensioniert, als es die Messe allein benötigen würde. Zwei Drittel der erzeugten Menge grünen Stroms liefert die Messe an Stadt sowie Region und zahlt damit unmittelbar auf unsere Klimaziele ein“, erklärt Simon Blümcke, Oberbürgermeister der Stadt Friedrichshafen.
Als Experte und Partner für Energielösungen ist Zeppelin Power Systems involviert. „Mit unserer Expertise in der digitalen Integration von Energiesystemen leisten wir einen wichtigen Beitrag zum effizienten Betrieb der Anlage und einer resilienten Stromversorgung“, so Matthias Benz, Vorsitzender der Geschäftsführung des Zeppelin Konzerns.
Der Baustart der Photovoltaik-Dachanlage erfolgte im Januar 2025.
Die Messe Friedrichshafen hat in das Projekt unter 7,5 Millionen Euro investiert. Damit lagen die finalen Kosten rund zehn Prozent unter der ursprünglichen Planung. „Wir rechnen mit einer wirtschaftlichen Amortisation innerhalb von elf bis 13 Jahren“, sagt Frank Gauß, Pressesprecher der Messe Friedrichshafen.