Nachhaltige Stimmen aus der Region

SaluVet

Frag den Chef: Was Nachhaltigkeit in (regionalen) Unternehmen bedeutet

Welche konkrete Maßnahme hat Ihr Unternehmen in den letzten 5 Jahren umgesetzt, die den größten Nachhaltigkeitseffekt hatte?

Nachhaltigkeit ist für uns bei der SaluVet mehr als ein Ziel oder eine einzelne Maßnahme – sie ist eine Haltung. Sie prägt unser tägliches Handeln ebenso wie unsere Unternehmensführung, unsere Marktentwicklung und unser soziales Miteinander. Tief in unserer Unternehmensphilosophie verankert, verstehen wir Nachhaltigkeit als kontinuierlichen Prozess, der Verantwortung für Umwelt, Gesellschaft und Zukunft übernimmt.

Als konkrete Maßnahme könnten wir hier die Gestaltung unserer Außenanlage nennen, bei der die Biodiversität eine Hauptrolle spielt. Ganz aktuell wurden wir dazu beim Landeswettbewerb „BW blüht“ in der Kategorie Unternehmen als Gewinner ausgezeichnet.

Welche Kennzahl (KPI) beschreibt Ihren Nachhaltigkeitsfortschritt am treffendsten?

Konkret gemonitort wird unsere „Umweltleistung“ über das EU-Umweltmanagementsystem EMAS, über das wir bereits seit 30 Jahre zertifiziert sind. Wir waren damit das erste Unternehmen im gesamten Bereich der IHK Bodensee-Oberschwaben.

Im Unterschied zu anderen Umweltlabels wird das Ökoaudit-Zertifikat nicht für einzelne Produkte verliehen, sondern bestätigt die umweltfreundliche Produktionsweise in sämtlichen Unternehmensbereichen. Die erbrachten Umweltleistungen werden jährlich in einem offiziellen Audit überprüft und weitere Optimierungen werden vorangetrieben und lassen sich nicht an einer einzelnen Kennzahl festmachen.

Was möchten Sie in Bezug auf Nachhaltigkeit unbedingt noch erreichen?

Ende 2024 haben wir unter dem Motto „Zukunft gestalten – Neues wagen – Bewährtes erhalten“ unsere erste Nachhaltigkeitsstrategie auf Basis unseres umfangreichen Nachhaltigkeitsfundamentes erstellt und dabei 25 Nachhaltigkeitsziele formuliert, an deren Umsetzung wir permanent arbeiten und die wir bis 2034 umgesetzt haben wollen. Dabei geht es nicht nur um die typischen Umweltthemen wie die Reduktion der CO2-Emissionen, wir gehen auch Themen aus dem Bereich Soziale Nachhaltigkeit an. Nachzulesen unter https://saluvet.de/unternehmen/nachhaltigkeitsstrategie/

Was bedeutet für Sie Nachhaltigkeit in einem Satz?

Hier möchte ich gerne den Satz vom Anfang nochmal wiederholen, der trifft es am Besten: Nachhaltigkeit ist für uns bei der SaluVet mehr als ein Ziel oder eine einzelne Maßnahme – sie ist eine Haltung.

Außerdem möchte ich gerne Jane Goodall zitieren: „Was du tust, macht einen Unterschied, und du musst entscheiden, welche Art von Unterschied du machen möchtest.“

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Geschäftsführerin Sandra Graf-Schiller und 2. Geschäftsführer Philipp Mayer

Sonett

Frag den Chef: Was Nachhaltigkeit in (regionalen) Unternehmen bedeutet

Welche konkrete Maßnahme hat Ihr Unternehmen in den letzten 5 Jahren umgesetzt, die den größten Nachhaltigkeitseffekt hatte?

Der Schutz des Wassers war das Gründungsmotiv von Sonett. Ende der 60er schäumten in Deutschland die Flüsse aufgrund von Tensiden in konventionellen Waschmitteln über. Dies gab den Anstoß zur Entwicklung einer neuen Art des Waschens, das Waschen im Baukastensystem. Nachhaltiges Handeln haben wir nicht eingeführt, sondern ist von Anfang an in Sonett verankert und findet sich auch in unserem Slogan: „Mittel für Waschen und Reinigen, die das Wasser achten als Träger alles Lebendigen“ wieder.

Welche Kennzahl (KPI) beschreibt Ihren Nachhaltigkeitsfortschritt am treffendsten?

Die wichtigste Kennzahl für Nachhaltigkeit ist für uns die Nachfrage unserer Kund*innen im Naturkost Fachhandel. Unser Marktanteil von über 40% im deutschen Naturkosthandel zeigt, in welchem Maß unsere Nachhaltigkeit von Kund*innen geschätzt wird. Eine weitere Kennzahl ist die Rücklaufquote der leeren Sonettgebinde, die wir wieder befüllen bzw. zu neuen Flaschen recyceln. Seit Beginn des Projekts in 2019 hat sich die Einsparung von 4,6 Tonnen Polyethylen auf 34,6 Tonnen in 2025 gesteigert.

Was möchten Sie in Bezug auf Nachhaltigkeit unbedingt noch erreichen?

Seit 2019 haben wir ein eigenes Mehrweg- und Recyclingprojekt, bei dem wir leere Flaschen und Kanister zurücknehmen. Gebinde, die nicht beschädigt sind, werden gereinigt und wieder befüllt. Der Rest wird geschreddert und geht an unseren Flaschenhersteller, der das sonetteigene Rezyklat in einem Anteil von bis zu 50% in unsere Flaschen gibt. Leere Gebinde können in Sonett Recycling Boxen im teilnehmenden Biofachhandel abgegeben werden. Dieses Projekt hat noch enormes Zukunftspotenzial.

Was bedeutet für Sie Nachhaltigkeit in einem Satz?

Nachhaltig ist, wenn wir der Natur mehr zurückgeben als wir von ihr nehmen.

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Vorstand: Oliver Groß, Rebecca Kramer und Kerstin Schramm

Staatsweingut Meersburg

Frag den Chef: Was Nachhaltigkeit in (regionalen) Unternehmen bedeutet

Welche konkrete Maßnahme hat Ihr Unternehmen in den letzten 5 Jahren umgesetzt, die den größten Nachhaltigkeitseffekt hatte?

Wir haben von Grau- auf Grünstrom umgestellt, sparen bei den Versandkartonagen und haben noch viele kleine Maßnahmen umgesetzt, die zusammen einen großen Effekt geben.

Welche Kennzahl (KPI) beschreibt Ihren Nachhaltigkeitsfortschritt am treffendsten?

Unser sinkender CO2-Fußabdruck.

Was möchten Sie in Bezug auf Nachhaltigkeit unbedingt noch erreichen?

Wir möchten der klimaneutralen Produktion so nahe wie möglich kommen. Was wir nicht selbst schaffen, gleichen wir durch die Unterstützung klimapositiver Projekte aus.

Was bedeutet für Sie Nachhaltigkeit in einem Satz?

Wir leben seit über 800 Jahren in der Natur mit der Natur von der Natur. Wir denken in Jahrzehnten und Jahrhunderten, nicht in Quartalen. Deshalb konnten wir so lange jung bleiben und deshalb sehen wir uns gut aufgestellt für hoffentlich noch viele Generationen, die nach uns kommen werden.

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Dr. Jürgen Dietrich, Weingutsdirektor

Stadtwerke am See

Frag den Chef: Was Nachhaltigkeit in (regionalen) Unternehmen bedeutet

Welche konkrete Maßnahme hat Ihr Unternehmen in den letzten 5 Jahren umgesetzt, die den größten Nachhaltigkeitseffekt hatte?

Die größte Nachhaltigkeitswirkung erzielen wir mit dem Stadtquartier 2050 am Schättlisberg in Überlingen: Eine Solarthermieanlage mit 864 Kollektoren auf rund 4.300 m², kombiniert mit Holzhackschnitzel‑Heizung, Pufferspeicher und Nahwärmenetz, versorgt heute rund 750 Haushalte dauerhaft mit rund 80 % lokaler, erneuerbarer Energie und spart jährlich etwa 1.750 Tonnen CO₂ ein. Das STADTWERK AM SEE hat dafür rund 3,1 Mio Euro investiert.

Welche Kennzahl (KPI) beschreibt Ihren Nachhaltigkeitsfortschritt am treffendsten?

Unser Nachhaltigkeitsfortschritt zeigt sich besonders daran, dass wir unsere Nahwärmenetze ausbauen und mehr erneuerbare Energie erzeugen. Von 2022 bis 2024 haben wir die Netzlänge von 22 km auf 24,7 km erhöht und den Wärmeabsatz auf über 72 Mio. kWh gesteigert. Außerdem nutzen wir mehr industrielle Abwärme und haben die erneuerbare Energieerzeugung im Stadtwerk auf über 18.000 MWh ausgebaut.

Was möchten Sie in Bezug auf Nachhaltigkeit unbedingt noch erreichen?

Weit oben auf der Agenda steht auch der Ausbau von Nahwärmenetzen, um die dringend notwendige Wärmewende einzuleiten, sowie insgesamt der Ausbau von erneuerbarer Eigenerzeugung von Strom und Wärme. Wir wollen den Ausbau einer digitalen und leistungsfähigen Netzinfrastruktur weiter vorantreiben. Diese ist Voraussetzung für die Energie‑ und Mobilitätszukunft, die wir gemeinsam mit regionalen Partnern umsetzen.

Was bedeutet für Sie Nachhaltigkeit in einem Satz?

Nachhaltigkeit heißt für uns, die Energiewende hier vor Ort so zu gestalten, dass sie für alle bezahlbar und nutzbar bleibt – mit sicheren Netzen, mehr erneuerbarer Energie, Nahwärme statt Öl und verlässlicher Mobilität.

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Foto/Video: Stadtwerk am See